WARUM LESEN SIE MICH
Unabhängig. Direkt. Parteilos.
Analysen und Kommentare zu Politik, Medien und gesellschaftlichen Entwicklungen.
TESTIMONIALS

„Die Aufgabe von Naturschützern ist, die Natur zu schützen. Nicht mehr und nicht weniger.“
Fünf Tage Flaute: Grundlast?
Oberried nennt ein Windrad auf dem Hundsrücken grundlasttauglich, weil dort beständig Wind wehe. Die Bundesnetzagentur zeigt, was davon bleibt: Vom 29. Oktober bis 2. November 2026 lieferten alle Windräder Deutschlands zusammen über Tage nur einen Bruchteil des Bedarfs, stundenweise kaum ein Zehntel. Den Rest trugen Kohle, Gas und Importe. Mehr Windräder ändern daran nichts, denn Flaute ist eine großräumige Wetterlage. Grundlast heißt rund um die Uhr – nicht, wenn der Wind gerade will.
Zehn Millionen Euro Kredit, keine Antwort
Oberried will auf dem Hundsrücken ein eigenes Windrad für zehn Millionen Euro auf Kredit bauen. Der Gemeindeverwaltungsverband Dreisamtal hat den Vorentwurf einstimmig gebilligt – obwohl die wichtigste Frage offenblieb: Wie sollen bei rund 736.000 Euro Kreditrate im Jahr 100.000 Euro Überschuss entstehen? Darauf gab es keine Antwort. Das Windrad nebenan auf der Holzschlägermatte, gleicher Wind, gleicher Partner, lieferte 2025 nur 60 Prozent seiner Prognose und erhielt 218.500 Euro Marktprämie. Dazu Landschaftsschutzgebiet, angrenzendes Vogelschutzgebiet und ein fehlendes Wassergutachten. Neun Fragen an Verband und Gemeinden.
Oberrieds Windrad-Pläne
Oberried will auf dem Hundsrücken ein gemeindeeigenes Windrad für zehn Millionen Euro bauen – laut Bürgermeister ohne Subventionen und sogar grundlasttauglich. Das Windrad nebenan auf der Holzschlägermatte steht in derselben Windatlas-Klasse und wurde vom selben Projektpartner gebaut. Prognostiziert waren 9,2 Millionen Kilowattstunden, eingespeist hat es 2025 laut amtlichen Daten nur 5,5 Millionen. Dazu kamen 218.544 Euro Marktprämie. Bei solchen Erträgen fehlen dem Gemeindewindrad jedes Jahr 300.000 bis 400.000 Euro zur Kreditrate.
Deutschlands Energiepolitik
Wenn politische Naivität zur Gefahr für ein Industrieland wird Deutschland steht vor einer energiepolitischen Zerreißprobe. Stromnetze werden zunehmend komplexer, die Energieinfrastruktur ist durch...
Wo der Wind schöngerechnet wird
Wenn der Wind nur auf dem Papier weht Wie zuverlässig sind die Windprognosen, auf deren Grundlage Baden-Württemberg seine Wälder und Höhenzüge für immer neue Windenergieanlagen erschließt? Eine...
Windkraft im Schwarzwald
Windkraft im Schwarzwald: Zwischen Naturschutz, politischen Ausbauzielen und wirtschaftlichen Interessen Der Ausbau der Windenergie wird durch gesetzliche Sonderregelungen, beschleunigte...
Gastbeitrag: Der zweite Preis der „billigen“ Kohle
Kohleabbau bis an die letzte Ruhestätte: Luftaufnahme des Friedhofs von Afonino im russischen Kusbass. Unmittelbar neben den Gräbern erstreckt sich ein großflächiger Kohletagebau. Die Aufnahme aus...
Windenergieanlagen erschüttern den Untergrund
Forschungsprojekt dbMISS zeigt erhebliche Wissenslücken Ein öffentlich gefördertes Forschungsprojekt untersucht, wie Windenergieanlagen seismische Schwingungen erzeugen und über ihre Fundamente in...
Sebastian Müller: Politische Etikettierung
Danke für die Gelegenheit zur öffentlichen Darstellung und warum eine längst überfällige Auseinandersetzung notwendig ist Eigentlich müsste ich Sebastian Müller zunächst danken. Mit seinem Beitrag...
Neue Analysen und Beiträge direkt per E-Mail erhalten
Erhalten Sie Informationen zu politischen Entwicklungen, regionalen Themen, Bürgerrechten, Umweltfragen und neuen Veröffentlichungen auf adrian-kempf.de. Unregelmäßig, kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Neue Analysen und Beiträge direkt per E-Mail erhalten
Erhalten Sie Informationen zu politischen Entwicklungen, regionalen Themen, Bürgerrechten, Umweltfragen und neuen Veröffentlichungen auf adrian-kempf.de. Unregelmäßig, kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Politik ohne Parteibuch. Verantwortung. Heimat.

Ich schreibe unter meinem eigenen Namen, weil öffentliche Argumente öffentliche Verantwortung verlangen.
Was hier entsteht, ist keine Kampagne und kein Meinungsblog. Es ist Dokumentation: Ich beantrage Akteneinsicht, lese Genehmigungsbescheide, vergleiche Gutachten mit dem, was am Ende beschlossen wird, und mache öffentlich, was in den Akten steht. Der Schwerpunkt liegt dort, wo ich zu Hause bin — im Dreisamtal und im südlichen Schwarzwald, bei Naturschutz, Wasser, Wald und Landschaft. Dort, wo Entscheidungen fallen, die für Generationen gelten, und wo oft niemand mehr nachfragt, sobald der erste Bagger rollt.
Mich interessiert nicht, wer zu welchem Lager gehört, sondern was gesagt, behauptet, beschlossen oder verschwiegen wird — und welche Folgen das für Bürger, Gemeinden und Landschaften hat. Wenn eine Naturschutzbehörde schriftlich „nicht genehmigungsfähig" schreibt und sechs Wochen später die Genehmigung kommt, ist das keine Frage der politischen Richtung. Es ist eine Frage, die gestellt werden muss.
Ich widerspreche dort, wo politische Narrative, wirtschaftliche Interessen oder ideologische Gewissheiten an die Stelle überprüfbarer Tatsachen treten — unabhängig davon, ob sie von Regierungen, Parteien, Medien, Unternehmen, Verbänden oder gesellschaftlichen Mehrheiten vertreten werden. Kritik ist für mich kein Angriff auf die Demokratie, sondern ihr notwendiger Bestandteil. Eine Gesellschaft, die kritische Fragen nur akzeptiert, wenn sie ins gewünschte Weltbild passen, verliert ihre Fähigkeit zur Selbstkorrektur.
Dass Positionen nicht unwidersprochen bleiben, ist selbstverständlich. Dass Kritik nicht immer fair geäußert wird, ebenfalls. Aber Argumente werden nicht dadurch falsch, dass man ihren Urheber diskreditiert. Wer widerspricht, soll es begründen. Wer Fehler findet, soll sie benennen — ich korrigiere sie, öffentlich und sofort. Alles andere ist keine Debatte, sondern ihr Ersatz.
Ich beanspruche keine Unfehlbarkeit. Ich beanspruche das Recht, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu dokumentieren und Belege offenzulegen. Jeder Text hier nennt seine Quellen. Prüfen Sie sie.
Adrian Kempf
Kirchzarten im Dreisamtal





